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Edelkrebs (Astacus astacus)

Beschreibung: 

Der Edelkrebs ist der größte unter den heimischen Krebsarten. Sen massiger Körper ist nur schwach bedornst. Die Farbe ist normalerweise ein Braun, das von rötlich bis fast schwarz reichen kann. Es gibt aber auch hellblaue bis intensiv dunkelblaue Exemplare, auhc ins Grüne gehende Färbung kommt vor.

Die Scheren des Edelkrebses sind breit und groß (besonders bei den Männchen). Die Unterseite der Scheren ist leuchtend rot gefärbt, die Oberseite ist wie der Rest des Körpers. Männliche Edelkrebse können bis 18 cm Körperlänge und bis 350 Gramm Gewicht erreichen. Weibchen bleiben deutlich kleiner. Er wird über 15 Jahre alt.

Hinter den Augen an der Oberseite des carapax sind die für die Artunterscheidung wichtigen Postorbitalknoten zu finden Der Edelkrebs besitzt auf jeder Körperseite zwei dieser Höcker.

Dämmerungs- und Nachtaktiv

Habitat:

Liebt sommerwarme, nährstoffreiche Gewässer der Niederung, aber auch in Fließgewässern höherer Lagen (Rückzugsgebiete - Krebspest!) zu finden. Sommertemperaturen müssen für 2-3 Monate 16°C erreichen, andernfalls findet keine Entwicklung der Gonaden (und damit keine Reproduktion) statt. Meidet sehr schlammige Gewässer, da er gerne Wohnhöhlen gräbt. Diese werden in den Uferböschungen angelegt oder unter Steinen, Wurzeln und Totholz. Reagiert empfindlich auf chemische Verschmutzungen, besonders auf Insektizide.

Ernährung:

Allesfresser, je nach lebensalter, Wassertemperatur und natürlich dem vorhandenen Angebot mehr herbi- oder carnivor. Besonders wichtig sind Mollusken. Frist kein Aas, nur Frischtotes. Verwertet auch Herbstlaub, Fadenalgen und selbst modriges Holz.

Vermehrung:

Bei sinkenden Wassertemperaturen im herbst erfolgt die paarung. Debei werden die Weibchen von den Männchen mit den Scheren festgehalten und auf den Rücken oder in Seitenlage gedreht. Die Weibchen sind bei Paarungsbereitschaft kooperativ, so daß auch weitaus kleinere Männchen in der Lage sind, körperlich überlegene Weibchen zu begatten. Bei dieser Begattung heften die Männchen mit ihren "Gonopoden" kleine weiße, etwa 1mm starke stäbchenförmige Spermatophoren an den Weibchenan. Diese sind meist ventral zwischen den letzten Schreitbeinen oder am Schwanzfächer zu finden.

 

Paarung: Oktober bis November
Eiabstoss: Stunden bis 14 Tage nach Paarung
Eizahl: bis 200
Schlupf der Larven: Mai - Juni
Jungkrebse: Nach ca. 10 Tagen